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Das Grinzinger Gassen-Geheimnis

Wenn man mit dem 38er nach Grinzing kommt und Richtung Norden den großen, freien Platz betritt, denkt man gar nicht daran, dass es sich hier um zwei Gassen handeln könnte, nämlich um die Cobenzlgasse und die Himmelstraße. Das Geheimnis ist schnell gelüftet: Ursprünglich teilte der offene Grinzinger Bach (auch Steinberger Bach oder Nesselbach) das Dorf in zwei Hälften. Rechts des Baches auf Höhe Sandgasse 2–4 ( Johannesgasse, Conscriptionsnummer 77 und 78) standen früher Häuser (Conscriptionsnummer 76), die bei der Kanalisierung abgerissen wurden – deswegen beginnt die Sandgasse linksseitig heute mit der Hausnummer 5. Es entstand ein neuer, großer Platz, den man im Volksmund „Grätzl“ nannte. 1902 wurde das Haus Himmelstraße 1 Opfer der neuen Straßenbahnlinie – deswegen beginnt heute die Himmelstraße mit der Hausnummer 3. Erst ab dem Hauptplatz im „Oberörtl“ teilt sich der bis dahin als eine Gasse erscheinende Straßenzug auch sichtbar in die Himmelstraße und die Cobenzlgasse.