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Das Israelische Blindeninstitut in Wien

Zurück nach Wien, wo die Betreuung der Blinden in vielen Bereichen Vorbildcharakter für ähnliche Institute hatte. So ergriff etwa der Arzt, Journalist, Schriftsteller, Philanthrop, Sekretär und Archivar der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Ludwig August Frankl (3. Februar 1810 - 12. März 1894) die Initiative, um mit Unterstützung des Bankiers und Präsidenten der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde Jonas Freiherr von Königswarter (10. August 1807 - 23. Dezember 1871) im Jahre 1872 das Israelitische Blindeninstitut in Wien zu gründen. Ein 6.000 Quadratmeter großes Grundstück im 19. Bezirk, Hohe Warte Nr. 32, stand dafür zur Verfügung. Architekt Wilhelm Stiassny errichtete darauf ein dreigeschossiges Gebäude mit Schlafsälen für 20 Mädchen und 30 Buben, entsprechende Lehrsäle, Turnsaal, Bad, Wäscherei, Korbflechterei, Seilerei und einer hauseigenen Druckerei für Publikationen in Blindenschrift.