Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

  

Geschichte


Zur Geschichte der Firma Kolarik & Buben/Wolfgang Schulz


Die Firma Kolarik & Buben wurde im Jahre 1937 gegründet. Das Schweizerhaus führt seit 1926 Budweiser als Fassbier im Sortiment. Schon früher füllte man dort bereits Partyfässer – seinerzeit noch mit Pilsner Urquell – unter Jan Gabriel ab.
Im Jahre 1937 stand der Budweiser Biervertrieb im 9. Bezirk in der Augasse 11 zum Verkauf. Die Budweiser Brauerei sprach damals Herrn Kolarik, den damals schon bedeutenden Budweiser Gastronomen an, ob er sich vorstellen könnte, den Vertrieb zu übernehmen.

Entwicklungsgeschichte des Bierglasuntersetzers

 

Ohne die Erfindung des sächsischen Blattbinders Gottlob Friedrich Keller (1816-1895) aus Mittweida (Sachsen) und die Hilfe des Heidenheimer Papiermachers Heinrich Voelter wäre der Bierdeckel aus Holzschliffpappe sicherlich erst später hergestellt worden.

Durch die in der ausgehenden Biedermeierzeit (1818 -1848) entstandene Papierknappheit, bedingt durch die mengenmäßig anschwellenden Veröffentlichungen von Behörden in Form von neuen Gesetzestexten, Anordnungen usw. suchten Papiermacher nach Lösungen.

Bayerischer Maßkrug

Der bayerische Maßkrug ist vor allem im 19. Jahrhundert ein gesamtbayerisches, identitätsstiftendes Symbol in den oft schwierigen Beziehungen zwischen Altbayern, Franken und Schwaben.

Er ist unstrittig ein Sekundärprodukt des Bieres. Seine Entwicklungsgeschichte muss immer in der Gesamtschau der bayerischen Geschichte betrachtet werden...

Anton Dreher

 

 

Das sogenannte „Wiener Märzen“ (der Name kommt davon, daß man nur bis März Bier brauen konnte, da es dann zu warm zum Bierbrauen war.) Dieses Märzenbier wurde hernach in entsprechend großen Eiskellern vergraben. Deswegen hatte früher jede Brauerei einen eigenen Teich neben den Braustädten. Dies war ein etwas kräftigeres, dunkleres, bernsteinfarbenes Bier. Die Stammwürze betrug ca. 13,7%. Der Alkoholanteil lag bei 5,8 %. Über unsere Landesgrenzen hinaus wurde unser „Wiener Märzen“ erst so richtig berühmt, als den Bayern am Oktoberfest 1872 das Bier ausging. Man mußte notgedrungen auf die verfügbaren Reserven der „Dreherischen Brauerei“ zu Wien zurückgreifen. Auch heute noch braut die Paulaner Gruppe als letzte Brauerei in großem Stil, unter dem Namen „Original Münchner Märzen“, unser Drehersche’s „WM“ ein. Doch der Siegeszug des hellen Märzen war nicht aufzuhalten. Und so wird heute auf dem Oktoberfest ausnahmslos helles „WM“ ausgeschenkt. Nur die Augustiner Brauerei, als letzte Brauerei, ließ es sich nicht nehmen das nach wie vor süffige Festbier, aus 200 Liter Bierfässern ( dem Hirschen) zur Ausschank zu bringen. Wichtig ist es auch in diesem Zusammenhang, daß das erste untergärige Dreherbier ein über 11 grädiges Lagerbier war. (Der Wiener Typ) Lager deshalb, weil dieses Bier zumindest zwei Monate gelagert werden mußte (und auch erstmals konnte) um einen gewissen Reifegrad und damit auch einen entsprechenden Geschmack zu bekommen. Die sauberen Bieraromen und die Anreicherung natürlicher Kohlesäure finden nämlich erst nach diesem Zeitraum statt. Also, je länger gelagert, desto besser! Hier muß man aber unbedingt darauf hinweisen, daß diese untergärigen Brauvorgänge erst durch die Reinzüchtung dieser Hefe durch Hr. Carlsberg möglich waren. Das erste untergärige Lagerbier der Welt wurde im Wirtshaus „Zur Kohlreunze" in Wien 6, Stumpergasse 59, Ecke Fügergasse  und in Drehers Haus in Kledering, erstmalig zur Ausschank gebracht. Ob die sogenannte „alte“ Kohlenräunze sich woanders befunden hat, entzieht sich meiner  Kenntnis. Dieses Bier trug den Namen „Klein Schwechater Lagerbier“. Die Stammwürze lag bei etwa 12,5 ° und der Alkoholanteil bei 4,8 %. Der Geschmack entwickelte sich erst nach „vollkommener Ablagerung“ .Das war auch gleichzeitig die Geburtsstunde des noch heute weltweit beliebten Lagerbieres. Ich glaube, man kann sich heute gar nicht mehr vorstellen, welches Echo dieses Bier in ganz Wien gehabt haben muß. Mir fällt da nur der Vergleich ein, wie wenn es auf die heutige Zeit gemünzt, in Wien außer dem Schweizerhaus kein Bierlokal gäbe.

1858 gab’s bereits die erste Goldmedaille für dieses Lagerbier. Und am 26.11 dieses Jahres sogar das RitterKreuz des Franz - Josefs Ordens. 1862 bekam A.D. die Goldmedaille in London. 1869 in Paris, 1873 in Amsterdam. Im Jahre 1859 wurden, unter anderem, die Brauerei Michelob bei Saaz, die Brauerei Steinbruch in Budapest und 1869 die Triester Brauereidazugekauft. Im Jahre 1870 übernahm A.D. junior, geb. 1849, nach dem Studium des akademischen Gymnasiums, die Leitung des Brauereikonzerns. Er war jetzt schon Brauereibesitzer in der dritten Generation. Im Jahre 1872 gab es in Mitteleuropa einen eislosen Winter. Dadurch war man gezwungen die notwendigen Mengen an Eis von woanders heranzuschaffen. Es wurden über 100 Millionen Tonnen Eis mit der Bahn aus Polen nach Klein Schwechat bei Wien gebracht, um damit die Lager, oder Eiskeller, zu füllen. Von diesem Zeitpunkt an befaßte sich A.D. vermehrt mit der künstlichen Kühlung. Der ganz große Durchbruch gelang Anton Dreher dadurch, daß er den Erfinder der künstlichen Kühlung Hr. Professor Carl Linde im Jahre 1877beauftragte, die erste moderne Kellerkühlung in seinen Brauereien in Triest und in Wien Schwechat, einzubauen. Das war so bahnbrechend, daß er 1883 von Kaiser Franz-Josef das Ritterkreuz des F.J. Ordens erhielt. Im Jahre 1902 überreichte ihm der Kaiser sogar den Orden des Eisernen Kreuzes 2. Klasse. Im Jahre 1897 produzierte A.D. jun. 739.639 Hektoliter Bier. Also zweimal so viel Bier wie der Vater zum Zeitpunkt der Übergabe der Brauerei. Im Jahre 1904 war die Dreherische Brauerei sogar zur größten Brauerei der Welt aufgestiegen. Der Bierausstoß betrug damals 1,25 Millionen Hektoliter Bier.